Lavendel
Violette Blütenähren, silbriges Laub und ein Duft, der sofort nach Provence riecht: Lavendel gehört in jeden sonnigen Garten und auf jeden Balkon. Er ist genügsam, winterhart und ein Magnet für Bienen.
Was der Lavendel braucht, um bei dir zu wachsen
Lavendel braucht einen vollsonnigen, warmen Platz und einen mageren, durchlässigen Boden, gern mit etwas Kalk. Schwere, nasse Erde verträgt er schlecht, im Topf sorgt eine Drainageschicht für guten Abzug. Gepflanzt wird am besten im Frühjahr.
Nach dem Anwachsen wird nur in längeren Trockenphasen gegossen, gedüngt wird kaum. Wichtig ist der Schnitt: Nach der Blüte werden die Blütenstände entfernt, im Frühjahr wird um etwa ein Drittel eingekürzt, ohne ins alte, kahle Holz zu schneiden.
Zu Kübel- & Mediterrane Pflanzen
Wo der Lavendel am besten zur Geltung kommt
Lavendel eignet sich für sonnige Beete, Steingärten, Beeteinfassungen, Kräutergärten und als niedrige Hecke entlang von Wegen. Besonders schön wirkt er in größeren Gruppen oder zusammen mit Rosen, deren Blüte er ergänzt und deren Beet er auflockert.
In Kübeln und Balkonkästen braucht er ein Gefäß mit Abzugsloch und im Winter Schutz vor Nässe. Die Blüten lassen sich trocknen und für Duftsäckchen und Sträuße verwenden, in der Küche auch für Desserts, Sirup, Tee und Kräutersalz.
Informationen über den Lavendel
- Botanischer Name:
- Lavandula angustifolia
- Weitere Namen:
- Echter Lavendel, Schmalblättriger Lavendel
- Verwendung:
- Beet, Kübel, Balkon
- Herkunft:
- Mittelmeerraum
- Schnitt:
- Nach der Blüte und im Frühjahr
- Düngung:
- Kaum nötig
- Gießen:
- Sparsam, nur bei Trockenheit
- Langlebigkeit:
- Mehrjährig, mit Schnitt langlebig
So vielfältig ist der Lavendel
Der Echte Lavendel ist die winterhärteste Art und am besten für Gärten im Alpenraum geeignet. Lavandin, eine Kreuzung, wird größer, blüht später und duftet intensiver, ist aber etwas frostempfindlicher. Beide gibt es in Violett, Blau, Weiß und Rosa.
Der Schopflavendel fällt durch seine auffälligen Hochblätter an der Spitze der Blütenähren auf. Er ist nur bedingt winterhart und wird bei uns meist als Kübelpflanze gehalten, die frostfrei überwintert oder jedes Jahr neu gepflanzt wird.
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Fragen rund um den Lavendel
Wann schneidet man Lavendel?
Zweimal im Jahr: nach der Blüte werden die verwelkten Ähren entfernt, im Frühjahr wird um etwa ein Drittel eingekürzt. Ins alte, kahle Holz wird nicht geschnitten.
Welchen Standort braucht Lavendel?
Vollsonnig und warm mit durchlässigem, eher magerem Boden. In schwerer, nasser Erde und im Schatten wird er schnell kurzlebig und blüht kaum.
Wie oft muss man Lavendel gießen?
Im Beet nach dem Anwachsen nur in längeren Trockenphasen. Im Topf etwas öfter, aber erst, wenn die Erde gut abgetrocknet ist, denn Nässe schadet mehr als Trockenheit.
Ist Lavendel winterhart?
Der Echte Lavendel ist gut winterhart, Schopflavendel dagegen nur bedingt. Im Topf braucht er Schutz vor Nässe und vor dem Durchfrieren des Ballens.
Was tun, wenn Lavendel verholzt?
Regelmäßiger Schnitt verhindert, dass er von unten verkahlt. Stark verholzte, ältere Pflanzen treiben aus altem Holz kaum aus und werden besser ersetzt.
Kann man Lavendel im Topf halten?
Ja, in einem Gefäß mit Abzugsloch und durchlässiger Erde, gern mit Sand oder Kies gemischt. Auf dem Balkon braucht er einen möglichst sonnigen Platz.
Wie trocknet man Lavendel?
Die Stiele kurz vor dem vollständigen Aufblühen schneiden, bündeln und kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort aufhängen. Nach etwa zwei Wochen sind sie trocken.
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