Tomaten
Sonne, Wärme und ein Dach über dem Kopf: Tomaten, in Österreich auch Paradeiser genannt, gehören zu den beliebtesten Gemüsepflanzen überhaupt. An einem geschützten Platz tragen sie den ganzen Sommer über.
Was Tomaten brauchen, um bei dir zu wachsen
Tomaten brauchen einen vollsonnigen, warmen Platz und nährstoffreiche, humose Erde. Besonders wichtig ist ein Regenschutz: Bleiben die Blätter trocken, hat die Kraut- und Braunfäule deutlich weniger Chancen. Ein Dachvorsprung oder ein Tomatenhaus genügt.
Gegossen wird reichlich und immer bodennah, nie über das Laub. Stabtomaten werden regelmäßig ausgegeizt, also von den Trieben in den Blattachseln befreit, und angebunden. Buschtomaten brauchen das nicht und kommen mit weniger Pflege aus.
Zu Gemüse- & Hochbeetpflanzen
Wo Tomaten am besten zur Geltung kommen
Tomaten wachsen im Beet, im Hochbeet, im Gewächshaus und in Töpfen ab etwa zwanzig Litern. Für Balkon und Terrasse eignen sich kompakte Busch- und Ampelsorten, für das Gewächshaus die hoch wachsenden Stabtomaten mit langer Erntezeit.
Geerntet wird, sobald die Früchte durchgefärbt sind und sich leicht vom Stiel lösen. Im Kühlschrank verlieren sie an Aroma, deshalb lagern sie besser bei Zimmertemperatur. In der Küche sind Tomaten roh, gedünstet, gebacken oder eingekocht verwendbar.
Informationen über Tomaten
- Botanischer Name:
- Solanum lycopersicum
- Weitere Namen:
- Paradeiser, Liebesapfel
- Verwendung:
- Salate, Saucen, Rohkost
- Herkunft:
- Westliches Südamerika
- Schnitt:
- Geiztriebe regelmäßig ausbrechen
- Düngung:
- Regelmäßig, kaliumbetont
- Gießen:
- Reichlich und bodennah
- Langlebigkeit:
- Einjährig kultiviert
So vielfältig sind Tomaten
Die Auswahl reicht von kleinen Cocktail- und Kirschtomaten über klassische Salattomaten bis zu großen Fleischtomaten und länglichen Flaschentomaten. Auch farblich gibt es weit mehr als Rot: Gelb, Orange, Grün, Braun und fast Schwarz sind möglich.
Im Wuchs unterscheidet man vor allem Stabtomaten, die aufrecht gezogen und ausgegeizt werden, und Busch- oder Balkontomaten, die kompakt bleiben. Viele neuere Sorten sind gegen Braunfäule widerstandsfähiger, was im Freiland viel ausmacht.
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Fragen rund um Tomaten
Wann kann man Tomaten ins Freie pflanzen?
Ins Freie kommen Tomaten nach den Eisheiligen Mitte Mai, ins Gewächshaus einige Wochen früher. Vorgezogen wird ab März auf einer hellen Fensterbank.
Muss man Tomaten wirklich ausgeizen?
Stabtomaten ja: Die Triebe in den Blattachseln werden regelmäßig ausgebrochen. Busch- und Balkontomaten werden nicht ausgegeizt, sie tragen an vielen Seitentrieben.
Wie oft muss man Tomaten gießen?
Tomaten brauchen viel Wasser, im Sommer meist täglich. Gegossen wird bodennah und gleichmäßig, denn nasses Laub begünstigt Pilzkrankheiten und Früchte platzen sonst.
Was hilft gegen Braunfäule bei Tomaten?
Vor allem ein Regenschutz und trockenes Laub. Dazu großzügige Abstände, bodennahes Gießen, das Entfernen der untersten Blätter und widerstandsfähige Sorten.
Kann man Tomaten im Topf anbauen?
Ja. Ein Gefäß ab etwa zwanzig Litern mit gutem Wasserabzug reicht aus. Kompakte Busch- und Ampelsorten eignen sich für Balkonkästen und kleinere Töpfe besser.
Was tun mit grünen Tomaten im Herbst?
Unreife Tomaten reifen bei Zimmertemperatur an einem hellen Platz oft nach, gerne neben einem Apfel. Roh sollten grüne Tomaten wegen des Solanins nicht gegessen werden.
Gehören Tomaten in den Kühlschrank?
Besser nicht. Unter etwa zwölf Grad verlieren Tomaten deutlich an Aroma. Sie lagern am besten bei Zimmertemperatur und getrennt von Obst wie Äpfeln.
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